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Leben der Frauen in Thailand

Frauen sind für Familien in Thailand sehr wichtig, sie werden als Stütze der Familie betrachtet und bereits als Mädchen auf das Leben als Ehefrau und Mutter vorbereitet. Viele Frauen fungieren als Finanzminister in der eigenen Familie. In keinem anderen Land auf der Welt ist die Beschäftigungsrate der Frauen so hoch wie in Thailand.

Nach den Idealvorstellungen der Thailänder sieht eine thailändische Frau folgendermaßen aus: Sie soll neben ihrem hübschen Äußeren ihren Mann sanft umsorgen und sich seinen Entscheidungen fügen. Die Erziehung der Kinder und der geregelte Ablauf des Haushaltes gehören auch zu den Hauptaufgaben der Thailand Frauen. Aber auch im Berufsleben sollen sich die Frauen dort engagieren. Besonders wohl fühlen sich Frauen in Märkten und Geschäften während die Verwaltung und Industrie eine Männerdomäne bleibt. Nur selten gelangen Frauen in Führungspositionen, was auf die schlechtere Bildung gegenüber den Männern zurückzuführen ist. Leider werden Thailands Frauen im religiösen und in der Gesellschaft noch immer als Menschen zweiter Klasse. Hoffentlich wird dieses Bild den Weg aus den Köpfen der Leute irgendwann finden. Immerhin erhalten Frauen seit 1976 etwas mehr Rechte, denn bis dort hin mussten Frauen noch um die Erlaubnis ihres Mannes ansuchen, wenn diese Geschäfte betreiben wollten. Nicht einmal ihr Hab und Gut durften sie ohne Zustimmung des Gatten veräußern. Im selben Jahr wurde den Thailand Frauen das Recht zur Scheidung eingeräumt, denn früher wurde Ehebruch bei den Frauen im Gegensatz zu den Männern sehr hart bestraft. Früher wurden Frauen behandelt wie Vieh. Gegen einen sogenannten Brautpreis konnte der Mann die Frauen kaufen und ging somit in seinen Besitz über. Wohlhabende Männer konnten so an eine wahre Schar von Frauen kommen. Aber auch für etwas ärmere Thai lohnte sich der Kauf einer Zweitfrau, da diese mit ihrer Arbeitskraft das Haushaltseinkommen doch stark in die Höhe trieb. Seit 1935 ist die Polygamie gesetzlich verboten. Leider existiert das Gesetz nur in der Theorie, denn noch immer halten sich viele Ehemänner Mätressen oder treten den regelmäßigen Gang zu Prostituierten an oder halten sich diese gleich griffbereit. Die Frauenwelt in Thailand sieht sich somit gewaltigen Wiedersprüchen gegenüber. Filme und Frauenmagazine propagieren ein westliches Frauenbild, welches modisch, sexy und aufgeschlossen rüber kommen soll. In Wiederspruch hierfür steht das traditionell buddhistische Frauenbild, welches nach wie vor erhalten bleibt. Im Buddhismus gilt die Wiedergeburt als Mädchen als Abstieg, da man hier dem Tier näher ist als dem Erlöschen im Nirvana. Frauen können zudem auch nicht den Status eines Mönchs erreichen, dieses Recht bleibt den Männern vorbehalten. Durch Opfergaben versuchen Frauen etwas vom Karma des Mönchs ab zu bekommen. Da können sich unsere Frauen in Europa ja wirklich glücklich schätzen. Aber ganz ehrlich liebe Thai-Männer? Es ist doch viel schöner mit einem wundervollen weiblichen Wesen, welches man auf gleicher ebene Betrachtet, gemeinsam seine Zukunft gestaltet, als Stur seinen Weg zu gehen und die Rechte der Frauen mit Füßen zu treten.

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